Ahnenforschung Wenzel

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Einwilligung zum Militärdienst
Einwilligung zum Militärdienst
Meinem Sohne, dem Kaufmann Carl Theodor Julius Wendt geb. am 1 Januar 1867 hier selbst, gebe ich zwecks freiwilligen Eintritts in den Militärdiensthierdurch meine väterliche Einwilligung.

Wittenberge am 9. Juli 1886

Die eigenhändige Unterschrift des königlichen Packmeisters Wendt von hier wird mit dem Bemerken bescheinigt, dass über die Führung seines oben genannten Sohnes nachteiliges nicht bekannt geworden ist.

Wittenberge am 9. Juli 1886
Die Polizeiverwaltung  
 
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Ernennungs-Urkunde von Johann Christian Ludwig Wendt
Ernennungs-Urkunde von Johann Christian Ludwig Wendt
Meine Vorfahren mütterlicherseits stammen aus Neustadt/Dosse und waren wohnhaft auf dem Friedrich-Wilhelm - Gestüt. Hier wurde 1839 Johann Christian Ludwig Wendt zum königlichen Futtermeister ernannt.
Das kleine Städtchen Neustadt an der Dosse wird geprägt durch die langen Straßen, dem Platz mit der Kirche (erbaut 1669) und das Gestüt.


Der Name dieser Stadt ist eng mit der Pferdezucht in der Mark Brandenburg verbunden. Der Landgraf Friedrich II. von Hessen-Homburg gründete bereits 1694 das Gestüt. Der Preußenkönig Friedrich Wilhelm II. fühlte sich dieser züchterischen Tradition verpflichtet. Er errichtete das Friedrich-Wilhelm-Gestüt (das heutige Hauptgestüt), ein Hengstdepot sowie das heutige Landgestüt (das frühere Gestüt Marstall Lindenau).

Am 19. März 2003 besuchten wir das Hauptgestüt. Hier erwartete uns Frau Ursula Lutz.
Die Stallungen befanden sich im Quadrat zum Haupthaus. Hier wurde schon vor zweihundert Jahren auf bestmögliche Unterbringung geachtet.

In den Araber-Stallungen befindet sich ein Brunnen welcher die Luftfeuchtigkeit regulierte und ein hoher Schacht, durch den die verbrauchte Luft entweichen konnte.

Am Haupthaus befanden sich früher zwei Wohnungen und wir fragten uns, wo wohl mein Ur-Ur-Urgroßvater gewohnt hat. Im Hauptgebäude befindet sich auch das Museum mit vielen Bildern, Schriftstücken und Erinnerungsstücken aus längst vergangenen Zeiten. Hier konnten wir auch Frau Lutz unsere Ernennungsurkunde überreichen.

Am Ende des Tages konnte ich ein bisschen nachempfinden wie das Leben meines Vorfahren und seiner Familie gewesen sein musste.

Unser Dank gilt Frau Lutz für diesen Tag.

Detailreich schilderte sie uns Pferde-Laien das Leben und Arbeiten auf dem Gestüt.

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Übersetzung der Urkunde:

Nachdem der bisherige Hauptgestütknecht:
Johann Christian Ludwig Wendt
zum Futtermeister
bei den königlichen Friedrich-Wilhelm-Gestüt ernannt worden ist, wird derselbe in dieser seiner Anstellung hiermit anerkannt und bestätigt, aber auch verpflichtet, seiner sr. Majestät dem Könige stets treu, untertähnig und gehorsam zu sein. Allerhöchstderer Interesse überall nach Kräften zu befördern und sich stets so zu betragen, wie es einem königlichen Diener gebürt, wogegen er bei strenger Erfüllung seiner Amtspflichten auch im Genusse aller mit seiner Dienststellung verbundenen Rechte und Vorzüge kräftigst geschützt werden soll.

Berlin, den 8 März 1839

Oberstallmeister  
 
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Geburtsurkunde von Anna Wilhelmine Henriette Trost
Geburtsurkunde von Anna Wilhelmine Henriette Trost
 
 
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Konfirmationsschein von Carl Theodor Julius Wendt
Konfirmationsschein von Carl Theodor Julius Wendt
 
 
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Lehrlingszeugnis von Carl Wendt
Lehrlingszeugnis von Carl Wendt
Herr Carl Wendt aus Wittenberge hat in meiner Manufaktur " Kolonial und Materialwarengeschäft" , verbunden mit Destillation von Michaelis 1881 bis Ostern 1885 gelernt, und ist bis Dato in meinem Geschäft als Commis tätig gewesen. Während dieser ganzen Zeit bin ich mit Herrn Wendt zufrieden gewesen, in dem er durch treuer Erfüllung seiner Obliegenheiten mein Vertrauen erworben. Bei seinem Fortgange wünsche ich ihm für sein späteres Fortkommen von Herzen Glück.

Wilsnack, den 29 Juni 1886

C. Schmitz
Nachfolger  
 
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Schulzeugnis von Carl Julius Albert Wendt
Schulzeugnis von Carl Julius Albert Wendt
Carl Wendt, ehelicher ältester Sohn des verstorbenen königlichen Stutenmeisters auf dem königlichen Friedrich-Wilhelm Gestüt hier selbst. Geb. 17.März 1827 hat vom 1 Mai 1842 bis zu seiner Einsegnung, Ostern 1843, die erste Klasse der hiesigen Stadtschule besucht. Seine Aufführung ward gegen seine Mitschüler äußerst gefällig, sehr verträglich und lobenswert; gegen seine Lehrer in unausgesetzt ehrerbietig, freundlich, gehorsam und ohne Tadel. Sein Fleiß zeigte sich besonders in der Wiederholung der Lektionen, in der Regelmäßigen Abwartung alles Lehrstunden, in der pünktlichen Einlieferung und sauberen Anfertigung der schriftlichen Arbeiten und in dem sorgfältigen erlernen der aufgegebenen Gedächtnisübungen. Seine Kenntnisse waren zwar nicht ausreichend, aber sehr befriedigend in der christlichen Religion, deutsche Sprachen, im Rechnen, in der Geschichte, Geografie und im Gesange, besonders hatte er eine sehr feste geläufige Handschrift.

Die Wahrheit dieses Zeugnisses bezeugt

Neustadt/Dosse, den 8 December 1852

Der Prediger und Kantor

Caemmerer
 
 
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Staatsangehörigkeitsausweis von Carl Theodor Julius Wendt, ausgestellt am 15. September 1930 in Wittenberge
Staatsangehörigkeitsausweis von Carl Theodor Julius Wendt, ausgestellt am 15. September 1930 in Wittenberge